Über die Verhältnisse

Wer hat denn bitte noch ein Problem mit Huren?

Frauen als „Huren“ beschimpfen, eine Politikerin zur Sex-Deko machen: Das wirkt gestrig. Nur dass dieser plumpe Sexismus keineswegs der Vergangenheit angehört. Dahinter steckt auch der verzweifelte Versuch, daran zu erinnern, wer hier angeblich die Regeln macht

GETTY IMAGES NORTH AMERICA/KEVIN

Shane Gillis bei einer Veranstaltung in Hollywood im Sommer 2025. Sein jüngster SNL-Auftritt sorgte für Kritik und Kopf schütteln.

Kürzlich wurde über zwei sexistische Vorkommnisse berichtet, bei denen fast schon Nostalgie aufkam. Hach, das ist ja wie damals in den 1990er-Jahren! Beide waren erstaunlich grobschlächtig. Immerhin scheint man heute nicht mehr weit ausholen zu müssen, um zu erklären, was daran eigentlich sexistisch ist. Da war einmal der US-amerikanische Comedian Shane Gillis, der meinte, Frauen in Fitnesscentern sähen heute wie "Huren" aus. Und da waren die Bilder von einem Schießparcours im Ländle, die eine Papppuppe in knappem Lederoutfit mit Sextoy in der Hand zeigten. Als Gesicht diente ein Foto von Ex-SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

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Source: Der Standard

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