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Was verrät die wandelnde Atombomben-Metapher Godzilla über die Gegenwart?

Im japanischen Film „Godzilla Minus Zero“ verwüstet das Monster bereits zum 39. Mal ganze Städte. Hinter dem Spektakel steckt jedoch mehr als bloße Zerstörung

TOHO / Constantin Film Österreich

1954 betrat Godzilla als filmgewordenes Atomtrauma erstmals die Leinwand. Mehr als 70 Jahre später ist das Monster noch immer erstaunlich schwer totzukriegen.

Wenn die alte Welt im Sterben liegt und die neue noch nicht geboren ist, herrscht ja bekanntlich die Zeit der Monster. In Japan nahm man diese Erkenntnis des marxistischen Philosophen Antonio Gramsci besonders wörtlich und erschuf nach dem Zweiten Weltkrieg Godzilla: ein echsenartiges, prähistorisches Ungeheuer mit ahornblattförmigen Zacken entlang des Rückens und radioaktivem Atom-Atem, der innerhalb von Sekunden ganze Millionenstädte in Schutt und Asche legen kann.

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Source: Der Standard

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