Hexenforschung

Von der Kindsmörderin zur Feministin: Wie uns die Hexe immer wieder heimsucht

Warum taucht immer wieder die Hexe auf, wenn über Abtreibung und Mutterschaft gestritten wird? Die Kulturwissenschafterin Jana Lammerding hat sich einen tiefsitzenden Mythos vorgenommen

IMAGO/Rene Traut

Das Bild der Hexe dreht sich nach dem jeweiligen gesellschaftlichen Wind – so wie diese Wetterhexe vor dem Vollmond.

Sie fliegt wahlweise auf einem Besen zum Hexensabbat, braut Heilkräuter zusammen oder tritt als verführerische Femme fatale mit Superkräften auf: Die Hexe ist erstaunlich wandelbar und hat im Lauf der Geschichte einen beachtlichen Imagewandel hingelegt. All die Bilder, die heute durch das kollektive Bewusstsein der Popkultur geistern, basieren auf Mythen, die historisch kaum belastbar sind. Dabei ist die Hexe nicht nur zu Halloween omnipräsent, sondern taucht immer wieder unterschwellig in ganz anderen Diskursen auf, wie der Kulturwissenschafterin Jana Lammerding aufgefallen ist – nämlich dort, wo es um Reproduktion in allen Facetten geht.

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Source: Der Standard

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