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Heute starten die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 420.000 Angestellte und 19.000 Lehrlinge im Handel. In einem ersten Schritt übergeben in der Wirtschaftskammer in Wien die Arbeitnehmervertreter und Arbeitnehmervertreterinnen der Gewerkschaft GPA ihre Forderungen an die Arbeitgeberseite von der Wirtschaftskammer (WKO).
Wie hoch die Gehaltsforderung für den KV 2026 sein wird, hat die GPA im Vorfeld nicht publik gemacht. Es hieß lediglich: Die rollierende Inflation, die Teuerung der vergangenen zwölf Monate, müsse abgedeckt sein. Diese liegt bei 3,3 Prozent. Die vergangenen drei KV-Abschlüsse lagen unter der rollierenden Inflation und brachten somit einen Reallohnverlust im Handel.
1.237 netto bei 25-Stunden Woche
Der Mindestlohn im Verkauf liegt derzeit bei 2.251 Euro brutto pro Monat. Das durchschnittliche Vollzeitgehalt im Handel beträgt 2.586 Euro brutto, was 1.949 Euro netto entspricht – bei einer Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden. Bei einem 25-Stunden-Job sinkt das Nettoeinstiegsgehalt auf 1.237 Euro. Im Handel ist die Teilzeitquote besonders hoch.
2025 plus von 2,55 Prozent
Im Vorjahr hatte sich die Sozialpartner in der dritten Verhandlungsrunde überraschend schnell auf einen neuen KV geeinigt. Die Mindestgehälter stiegen mit 1. Jänner 2026 um 2,55 Prozent. Die den Verhandlungen zugrunde liegende Jahresinflation lag bei drei Prozent.
Traditionell läutet die Metallindustrie die Herbstlohnrunde ein, nach einer Einigung auf einen Zweijahresabschluss im Vorjahr fällt das heurige Runde aber aus. Ab dem 1. November 2026 steigen in der Metallindustrie die Ist-Löhne und Gehälter um 1,9 Prozent und die kollektivvertraglichen Mindestentgelte um 2,1 Prozent, also deutlich unter der Teuerungsrate.
Source: ORF · ORF.at
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