Online seit heute, 18.29 Uhr
Anderthalb Wochen vor den wichtigen US-Parlamentswahlen plant die US-Regierung einen drastischen Eingriff in die Wahlen in Alaska. Wegen einer möglichen Verwechslungsgefahr zwischen zwei republikanischen Kandidaten für den dortigen Senatssitz reichte das Justizministerium eine Klage gegen den Bundesstaat ein.
Damit soll verhindert werden, dass die Wahlergebnisse bestätigt werden, sollten dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan aufgrund der Namensverwechslung durch den ebenfalls republikanischen Herausforderer Dan J. Sullivan Stimmen fehlen.
Strategisches Manöver?
Im umkämpften Bundesstaat Alaska konkurrieren mehrere Politiker um einen Senatsposten: Neben dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan und der Demokratin Mary Peltola tritt auch der ebenfalls republikanische Herausforderer Dan J. Sullivan an. Bei den US-Kongresswahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt.
Das Justizministerium wirft dem unbekannten Außenseiter vor: „Der einzige Zweck seiner Kandidatur ist es, Peltolas Wahlkampf zu fördern, indem die Zahl der Stimmen für Senator Sullivan reduziert wird.“ So habe sich der Herausforderer erst kurz vor der Erklärung seiner Kandidatur den Republikanern angeschlossen. Zudem habe er denselben Namen wie der Amtsinhaber beantragt, obwohl er diesen „zuvor nie“ in dieser Kurzform verwendet habe.
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Source: ORF · ORF.at
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