Online seit heute, 13.23 Uhr

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind mehrere Strände wegen Ölverschmutzung geschlossen worden – mutmaßlich verursacht durch einen Angriff auf einen Öltanker im Iran-Krieg. Betroffen sind Strände in den Emiraten Schardscha, Umm al-Kuwain, und Ras al-Chaima, die in der Nähe der Metropole Dubai liegen.

Das Umweltministerium teilte heute mit, Öl sei aus einem Tanker ausgetreten und habe die emiratische Küste erreicht. Es liefen Arbeiten, um die Verschmutzung zu begrenzen und betroffene Gegenden zu säubern.

90 Kilometer langer Ölteppich

Dem Forscher Wim Zwijnenburg zufolge, der für die niederländische Organisation PAX zu Konflikt- und Umweltthemen forscht, stammt das Öl aus dem Tanker „Gem No. 2“. Er gehört einem Unternehmen mit Sitz in Taiwan und fährt unter Flagge Panamas. Nach einem Angriff vor zwei Wochen sei an dem 330 Meter langen Tanker Öl ausgetreten, sagte Zwijnenburg der dpa. Der Ölteppich sei inzwischen etwa 90 Kilometer lang.

Auch der Datenanbieter Windward berichtete vor einigen Tagen, dass an einem Tanker etwa 25 Kilometer vor Umm al-Kuwain Öl austrete. Die Strömung würde das Öl in Richtung der Küste tragen. Die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) hatte den Angriff vor zwei Wochen gemeldet. Ein Geschoss habe das Schiff getroffen und an Bord einen Brand ausgelöst.

Source: ORF · ORF.at

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