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Zwei Jahre lang war das Kreuzfahrtschiff „Odyssey“ für seine Bewohner und Bewohnerinnen eine Art Zuhause auf den Weltmeeren. Nun ist die Reise in Kambodscha zu Ende gegangen: Wegen explodierender Treibstoffkosten hat der US-Anbieter Villa Vie Residences den Betrieb ausgesetzt. Mehr als 200 Passagiere müssen das Schiff verlassen und verlieren damit vorerst ihr Heim auf See.
„Das Unternehmen arbeitet mit den Bewohnern zusammen, um die Ausschiffung zu koordinieren und vorübergehende Wohnmöglichkeiten zu finden“, hieß es in einer Mitteilung von Villa Vie Residences.
Das Konzept des Anbieters verbindet langfristige Weltreisen auf dem Meer mit dem Komfort eines festen Zuhauses. Gäste können dauerhaft an Bord leben und dabei die Welt erkunden. Auf dem Schiff befanden sich auch mehr als 150 Crew-Mitglieder.
Ursprünglich sollte die dreijährige Weltreise alle sieben Kontinente umfassen und noch bis Ende 2027 dauern. Doch der Iran-Krieg hat nach Angaben des Unternehmens die Treibstoffkosten in Teilen Asiens dramatisch in die Höhe getrieben. Während der monatliche Spritaufwand pro Kabine früher durchschnittlich rund 1.800 US-Dollar (1.614,35 Euro) betrug, seien es dort zuletzt schätzungsweise 6.000 bis 8.000 US-Dollar gewesen.
Langsameres Fahren reichte nicht
Das Unternehmen versuchte nach eigenen Angaben gegenzusteuern: Das Schiff sollte langsamer fahren und länger in Häfen bleiben, um weniger Treibstoff zu verbrauchen. Doch die Mehrkosten ließen sich so nicht auffangen. Die daraus entstehenden Verluste könne man nicht länger tragen, erklärte Villa Vie Residences.
Die gesamten Mehrkosten auf die Bewohner und Bewohnerinnen umzulegen, sei keine realistische Lösung. Die meisten Passagiere stammten Berichten zufolge aus den USA, Australien und Kanada.
Source: ORF · ORF.at
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