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Wegen einer illegalen Großspende aus der Schweiz könnte AfD-Kochefin Alice Weidel erneut unter Druck geraten. Wie der „Spiegel“ heute berichtete, nähren von Hackern ins Netz gestellte parteiinterne E-Mails den Verdacht, dass Weidel als Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf 2017 deutlich früher über den Eingang der Spenden informiert war als bislang behauptet.

Der Rechercheverbund aus NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ hatte im November 2018 enthüllt, dass der AfD-Kreisverband Bodensee vor der Bundestagswahl 2017 mehr als 132.000 Euro von einer Schweizer Firma erhalten hatte. Parteispenden aus Nicht-EU-Staaten sind grundsätzlich illegal. Die AfD musste eine Strafzahlung von rund 396.000 Euro an den Bundestag leisten.

Spende in 17 Tranchen

Der „Spiegel“ und andere Medien werteten inzwischen die von Hackern geleakten Mails aus. Demnach bat Weidel am 10. Juli 2017 die damalige Schatzmeisterin ihres AfD-Kreisverbands auf „eventuelle Spendeneingänge“ zu achten, mit denen sie ihren Social-Media-Wahlkampf bestreiten wolle. Vier Tage später ging dem „Spiegel“-Bericht zufolge die erste von 17 Tranchen der gestückelten Großspende in Höhe von rund 132.000 Euro auf dem Konto der AfD Bodenseekreis ein, versehen mit dem Verwendungszweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“.

Als offizielle Absender des Geldes fungierten damals zwei Firmen aus Zürich. Ermittlungen ergaben später, dass das Geld in Wahrheit wohl von einem umstrittenen Immobilienmilliardär stammte, der wie Weidel einen Wohnsitz in der Schweiz hat.

Nach Bekanntwerden der Affäre hatte Weidel beteuert, erstmals im September 2017 von der „ungebetenen“ Spende erfahren und sich später für eine Rückzahlung ausgesprochen zu haben, weil es „Bedenken ob der Legalität“ gegeben habe. Nun legen die geleakten E-Mails laut „Spiegel“ nahe, dass Weidel bereits im Vorfeld vom Eingang der Wahlkampfspenden wusste.

Source: ORF · ORF.at

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