Online seit heute, 13.32 Uhr
Der wegen Vorwürfen sexueller Gewalt angeklagte Ex-Comedian Russell Brand hat die Anschuldigungen auch bei seiner ersten Aussage im Prozess zurückgewiesen. Als Brand im Londoner Southwark Crown Court heute in den Zeugenstand gerufen wurde, konfrontierte ihn sein Verteidiger Ian Winter mit den insgesamt sieben Anklagepunkten.
Auf die Frage, ob er eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Übergriff begangen habe, antwortete er dabei stets mit Nein. Brand, der sich seit wenigen Wochen vor Gericht verantworten muss, ist wegen Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung in sieben Fällen angeklagt.
Insgesamt sechs Frauen hatten Vorwürfe gegen den 51-Jährigen erhoben. Ereignet haben sollen sich die Taten zwischen 1999 und 2009. Der Brite soll etwa eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und einer TV-Mitarbeiterin an die Brust gegriffen und sie zum Oralsex gezwungen haben.
Staatsanwaltschaft: Brand „manipulativ“
Die Staatsanwaltschaft hatte Brand vor Gericht als „skrupellos“ und „manipulativ“ bezeichnet. Der Ex-Comedian habe „kindliche Erwartungen gehabt, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werden müsse“, sagte Staatsanwältin Riel Karmy-Jones.
„Er war skrupellos, er war berechnend und er war manipulativ und laut Staatsanwaltschaft ein Sexualtäter.“ Seit dem Prozessauftakt schilderten allen voran die betroffenen Frauen die mutmaßlichen Taten im Detail.
Source: ORF · ORF.at
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