Tote in Krakau
Nach dem tödlichen Schussangriff im Zentrum der polnischen Stadt Krakau hat Polens Premier Donald Tusk von einem Akt des „Terrorismus“ gesprochen. Ein Mann hatte Samstagnachmittag sechs Menschen erschossen und 16 verletzt. Zuvor dürfte der Verdächtige zudem nahe Angehörige getötet haben. Laut Polens Innenminister war der mutmaßliche Schütze von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“.
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Die Attacke ereignete sich gegen 15.00 Uhr. Der Schütze habe aus einem fahrenden Auto heraus auf dem zentralen Marktplatz wahllos auf Menschen geschossen, teilte die Polizei mit. Bei den Getöteten handelt es sich um vier Frauen und zwei Männer.
Unter den Toten soll nach derzeitigem Stand ein britischer Staatsbürger sein, unter den Verletzten fünf weitere Ausländer. Von den 16 Verletzten befinden sich zwölf nach Polizeiangaben in kritischem oder lebensbedrohlichem Zustand.
Der Verdächtige war von Beamten angeschossen und verletzt worden. Er sei in ein Spital gebracht worden, schrieb die Polizei auf der Plattform X. Der Mann habe sich nicht ergeben wollen, sondern auf einschreitende Beamte gefeuert. Zwei Polizisten seien dabei verletzt worden. Man gehe von einem Einzeltäter aus, teilte die Polizei mit.
Innenminister: Schütze rechtsextrem
Laut der Polizei von Krakau feuerte der Verdächtige mit einem halbautomatischen Sturmgewehr und trug bei der Attacke Tarnkleidung. Im Fahrzeug des Schützen seien weitere Waffen sowie Munition gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin.
Tote nach Schüssen in Krakau
Bei einer Schussattacke auf dem Hauptplatz der polnischen Stadt Krakau sind mindestens sechs Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Der Täter schoss laut Polizei aus einem fahrenden Auto auf Passanten und wurde später bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt. Die Ermittlungen laufen.
Nach Angaben des polnischen Onlinemediums Onet konnte die Polizei den Mann bereits am Nachmittag identifizieren. Das Innenministerium bestätigte am Abend, dass es sich beim Tatverdächtigen um einen 25 Jahre alten Polen handle.
Der Schütze war nach Angaben von Polens Innenminister Marcin Kierwinski von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“. Darauf deute „alles“ hin, sagte Kierwinski am Samstagabend. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sprach von einem „terroristischen Akt“.
Premier: Tote in Haus von Verdächtigem entdeckt
Im Wohnhaus des mutmaßlichen Schützen wurden drei Leichen entdeckt. Das gehe aus Aufnahmen einer Drohne hervor, sagte Regierungschef Tusk Samstagabend auf einer Pressekonferenz des Krisenstabs. Es handle sich um zwei Frauen und einen Mann. Es seien wahrscheinlich die engsten Familienangehörigen des Verdächtigen.
Die Drohne war zum Einsatz gekommen, weil die Behörden vermuten, es könnte sich Sprengstoff im Haus der Verdächtigen befinden. Auch Tusk sprach von einem Akt des „Terrorismus“. Er kündigte für Sonntag und Montag zwei landesweite Trauertage an.
Bericht: Schütze nach Autounfall gefasst
Die Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf einen Fotoreporter, dass der mutmaßliche Täter auf seiner Flucht an einer Kreuzung mit einem anderen Auto zusammengestoßen sei.
Er sei daraufhin aus seinem Fahrzeug gesprungen und habe auf die Einsatzkräfte geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und den Mann letztlich festgenommen. In seinem Kofferraum seien unter anderem ein Militärrucksack und ein Bajonett gefunden worden.
Präsident bestürzt
Polens Präsident Karol Nawrocki sagte, seine Gedanken seien bei den Opfern, den Verletzten und deren Familien. Mit rund 800.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Krakau die zweitgrößte Stadt Polens.
Source: ORF · ORF.at
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