Gerichtsreportage
Prozess um Vergewaltigung einer 15-Jährigen endet mit Überraschung
Ein unbescholtener 22-Jähriger soll eine junge Internetbekanntschaft in ihrem Elternhaus mehrmals vergewaltigt haben. Das Verfahren wird auf seltene Art entschieden
Sieht wegen eines Fassadenproblems zwar seit langem aus wie eine Großbaustelle, ist aber ein operatives Justizzentrum: Am Landesgericht Korneuburg wird eine Anklage über die Vergewaltigung einer Minderjährigen verhandelt.
Es sind schwere Vorwürfe, die Staatsanwältin Gudrun Bischof Herrn Ö. am Landesgericht Korneuburg vor dem Schöffensenat unter Vorsitz von Helmut Neumar macht. Der 22 Jahre alte Angeklagte soll am Vormittag des 22. Juni eine 15-Jährige in deren Elternhaus im Weinviertel besucht und dort mehrmals mit Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Zwei bis zehn Jahre Haft drohen dem unbescholtenen Arbeitslosen daher, wenn er wegen Vergewaltigung verurteilt wird.
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Source: Der Standard
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