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Paraguays abgesetzter Präsident Santiago Pena ist im Zusammenhang mit dem Skandal um eine Bank in Untersuchungshaft genommen worden. „Es muss gewährleistet sein, dass er im Land bleibt“, sagte Richter Humberto Otazu gestern nach einer Anhörung und ordnete die Unterbringung in einer Militärkaserne in der Hauptstadt Asuncion an.
Auf einer Pressekonferenz begründete der Richter seine Entscheidung mit Fluchtgefahr und der möglichen Behinderung der Ermittlungen. Dabei habe er auch berücksichtigt, über welche Informationen Pena während seiner Amtszeit im Zusammenhang mit dem Bankenskandal und dem organisierten Verbrechen verfügt haben könnte.
Pena äußerte sich bei der Anhörung nicht zu den Vorwürfen. Sein Anwalt Ricardo Preda wies die Annahme einer Flucht- oder Verdunkelungsgefahr zurück – sein Mandant sei schließlich nicht mehr Präsident und könne daher auch nicht mehr auf Informationen aus dem Staatsapparat zugreifen. Preda bezeichnete die Untersuchungshaft als einschneidendste aller möglichen Sicherungsmaßnahmen.
Anklage wegen Untreue und Selbstbegünstigung
Die Staatsanwaltschaft hatte Pena wegen des Verdachts der Untreue und Selbstbegünstigung angeklagt. Zudem beantragte sie Untersuchungshaft sowie das Einfrieren seiner Vermögenswerte. Auch gegen den früheren Zentralbankchef Carlos Carvallo wird im Zusammenhang mit dem Skandal ermittelt. Ihm wird neben Untreue und Selbstbegünstigung auch Dokumentenfälschung vorgeworfen.
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Source: ORF · ORF.at
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