Online seit heute, 22.16 Uhr
Der US-Chipriese Nvidia hat eine Untersuchung zu Berichten eingeleitet, dass Firmenchef Jensen Huang zum Ziel ausländischer Spionageaktivitäten geworden ist. Die Untersuchung solle von Mitgliedern des Verwaltungsrates und externen Ermittlern geführt werden, hieß es heute.
In den vergangenen Tagen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Huang ein Verhältnis zu einer Frau gehabt habe, die nach Vermutungen von US-Sicherheitskreisen vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden ist.
Affäre bestätigt
Huang bestätigte in einer E-Mail an die Nvidia-Beschäftigten, dass er eine Affäre gehabt habe. „Ich schulde meiner Familie und Euch allen eine Entschuldigung“, schrieb er. „Ich war meiner Frau untreu.“
Zuvor hatte die „Financial Times“ von der Liebesbeziehung berichtet. In einer ersten Reaktion von Nvidia auf die Berichte hatte es vor einigen Tagen noch geheißen, es handle sich um gewöhnliche Kontakte zu einer Vertreterin eines Nvidia-Kundenunternehmens.
Nvidia ist ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom. Chips der Firma aus Santa Clara im Silicon Valley dominieren in Rechenzentren bei Training und Betrieb Künstlicher Intelligenz. Huang baute in den vergangenen Jahren zudem ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump auf.
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Source: ORF · ORF.at
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