Letzte Gletscherreste
Neue Studie: Der Klimawandel hat eine beginnende Eiszeit gestoppt
Ein Rest des nordamerikanischen Eisschilds begann vor 2000 Jahren wieder zu wachsen. Forschende sehen darin den Start einer Kaltzeit, die in den 1960er-Jahren abbrach
Winter im Hafen von Ilulissat in Grönland. Im Nordosten Kanadas, auf der anderen Seite der Baffin Bay, begann das Eis vor rund 2000 Jahren wieder zu wachsen. Seit den 1960er-Jahren schrumpft es dramatisch.
Wer auf die nächste Eiszeit wartet, hat sie womöglich schon verpasst: Forschenden um Nicolás Young zufolge setzte sie bereits vor rund 2000 Jahren ein und kam im 20. Jahrhundert wieder zum Erliegen, ausgebremst von der menschengemachten Erderwärmung. "Es hatte gerade erst angefangen, alles lief normal, die nächste Vergletscherung stand unmittelbar bevor, und trotzdem hörte es auf", sagt der Geochemiker von der New Yorker Columbia University. Für ihn ist das ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, wie heftig die Menschheit das Klimasystem durchgerüttelt hat.
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Source: Der Standard
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