Gendrift oder Selektion?

Neue Erklärungen für einzigartige DNA der Tschernobyl-Hunde

Die genetischen Besonderheiten der halbwilden Hunde in der Sperrzone geben seit Jahren Rätsel auf. Nun dürfte sich eine Vermutung konkretisieren

AFP/DIMITAR DILKOFF

Zwei der Hunde von Tschernobyl im verfallenen Vernügungspark der Geisterstadt Pripjat in der Sperrzone.

Am 26. April 1986 setzte die Explosion des Reaktorblocks vier in Tschernobyl große Mengen radioaktiver Nuklide frei. Rund 120.000 Menschen mussten die Umgebung des ukrainischen Atomkraftwerks verlassen. Rund vier Jahrzehnte später ist die Sperrzone zu einem ungewöhnlichen Freiluftlabor geworden: Wo Menschen weitgehend verschwunden sind, haben sich zahlreiche Tierarten angesiedelt. Dazu gehören auch Hunderte Hunde, deren Vorfahren von ihren Besitzern zurückgelassen wurden. Ihre genetischen Besonderheiten könnte Hinweise darauf geben, wie sich Populationen in einer stark belasteten Umwelt entwickeln.

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Source: Der Standard

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