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Nach dem Ausschluss eines Favoriten wegen der Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) ist der renommierte französische Literaturpreis Goncourt an den Schriftsteller Philippe Jaenada verliehen worden. Die Jury entschied sich heute in Paris für den Roman „L’Inconnue du Quai Javel“, der die Geschichte eines jungen Models erzählt, das 1949 in Paris ermordet wurde.
Jaenada ist für seine hartnäckigen Archivrecherchen zu historischen Kriminalfällen bekannt. Für seinen Roman „La Serpe“, der ebenfalls einen Fall aus den 1940er Jahren aufgreift, war Jaenada 2017 mit dem Femina-Literaturpreis ausgezeichnet worden.
Der Prix Goncourt strich im September den haitianisch-kanadischen Autor Thelyson Orelien von seiner Auswahlliste, nachdem eine Analyse zu dem Ergebnis gekommen war, sein Text sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit in weiten Teilen ein Produkt der künstlichen Intelligenz“.
Der 38 Jahre alte Autor wies die Vorwürfe zurück, räumte aber frühere Plagiate ein. KI habe er lediglich zum Übersetzen genutzt, erklärte er. „Kein Satz des Buches wurde von einer Maschine erschaffen“, so Orelien.
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Source: ORF · ORF.at
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