Kultur kommentiert
Mirjam Zadoff ist ein Gewinn fürs Haus der Geschichte – und ein Auftrag an die Politik
In die noch immer in Geburtswehen steckende Institution wird mit der neuen Leiterin mehr Leben kommen. Vorausgesetzt, die Politik macht endlich ihre Hausaufgaben
Im Oktober hielt Mirjam Zadoff die Laudatio beim prestigeträchtigen deutschen Friedenspreis. Er ging an den Autor Philippe Sands.
Das Haus der Geschichte Österreich (HdGÖ) steckt acht Jahre nach seiner Gründung noch immer in Geburtswehen – was nicht wirklich an der bisherigen Leitung, sondern vielmehr an politischem Unwillen respektive an häufigen Regierungswechseln lag. Kein Wunder aber, denn um die Institution, die Geschichte Österreichs vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart vermitteln soll, war schon in den Jahrzehnten davor kein wirklicher Konsens zu erringen, weder unter Politikern noch Historikern noch beim Zielpublikum.
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Source: Der Standard
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