Online seit heute, 14.18 Uhr

In der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die erste Warnstreikrunde im aktuellen Tarifkonflikt begonnen. Dabei geht es um die Entgelte von rund 3,7 Millionen Beschäftigten in der größten deutschen Industriebranche.

Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht auf heute legten die Beschäftigten in ersten Betrieben die Arbeit nieder, darunter die Nachtschicht beim Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein in Rheinland-Pfalz und im Recycling-und Walzwerk Speira in Hamburg.

Die IG Metall will die Proteste in dieser Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten. Das soll in den Tarifverhandlungen den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Autobau, Maschinenbau, Elektronik und Metallerzeugung.

„Starke Warnstreiks“ angekündigt

Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah.

Begründet wurde das Angebot der Arbeitgeber mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland. Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner hielt dagegen, dass es auch um die Sicherung von Kaufkraft und Standorten gehe. Sie kündigte „starke Warnstreiks“ an.

Source: ORF · ORF.at

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