Online seit heute, 8.03 Uhr
Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der sudanesischen Region Darfur sind gestern nach Angaben von Rettungskräften mindestens 21 Menschen getötet worden. Zumindest 40 weitere seien bei dem Angriff in der von der Miliz
Rapid Support Forces (RSF) kontrollierten Stadt Nyala verletzt worden, hieß es heute.
Mitte Oktober waren bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt in Nyala 30 Menschen getötet worden. Die RSF-Miliz machte die sudanesische Armee für den Angriff verantwortlich.
Angriffe auf Strominfrastruktur
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum griffen die RSF ihrerseits ein Kraft- und ein Umspannwerk mit Drohnen an. Die Stromversorgung in weiten Teilen der Bundesstaaten Khartum und Al-Dschasira sei unterbrochen worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP. Bereits am Dienstag hatte es Angriffe auf fünf Kraftwerke im Sudan gegeben, die zu massiven Stromausfällen in vier Bundesstaaten geführt hatten.
Erbitterter Konflikt
Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit mehr als drei Jahren erbitterte Gefechte. In dem Konflikt im drittgrößten Land Afrikas wurden mittlerweile Zehntausende Menschen getötet, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt, darunter Angriffe auf Zivilisten.
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Source: ORF · ORF.at
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