Filmschau

Kathryn-Bigelow-Retro im Metrokino: Stress ohne Ende

Die Filmschau mit dem stimmigen Titel "Under Pressure" würdigt das Werk der größten Action-Regisseurin Hollywoods. Bigelow fragt, wie Menschen unter Druck moralisch handeln

Twentieth Century Fox

Im Kult-Actionfilm "Point Break – Gefährliche Brandung" ist Kathryn Bigelows FBI-Agent Surfern auf den Fersen, die, als US-Präsidenten verkleidet, Banken ausrauben.

Warum wir uns im Kino so bereitwillig stressen lassen, folgt wohl der Logik des Albtraums: Wenn es vorbei ist und wir feststellen, dass ja doch nichts passiert ist, stellt sich wohlige Erleichterung ein. Zu dieser Katharsis passt auch die Filmtheorie der Skopophilie, der Schaulust. Sie besagt, dass wir im Kino vor allem Verbotenes sehen wollen. Kathryn Bigelow hat diese Theorien in ihrer New Yorker Studienzeit in den 1970er-Jahren zwar aufgesogen, anders aber als die meisten ihrer männlichen Kollegen hatte sie damit von Anfang an Gesellschaftskritik im Sinn. Ja, Action, Gewalt und Sex müssen sein, aber als Mittel zum Zweck.

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Source: Der Standard

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