Online seit heute, 19.12 Uhr

Auf den Kanarischen Inseln sind in den vergangenen beiden Tagen mehr als 1.300 Migranten und Migrantinnen mit Booten angekommen. Seit Mitternacht hätten drei Boote mit 314 Menschen die Insel El Hierro erreicht, teilten die Behörden heute mit.

Bereits am Vortag hätten mehr als 1.000 Migranten und Migrantinnen die vor Nordwestafrika liegende Inselgruppe im Atlantik erreicht. Eine Person sei bei der Überfahrt gestorben.

Inselrat rief sozialen Notstand aus

Wie die öffentlich-rechtliche spanische Rundfunkanstalt RTVE meldete, rief der Inselrat El Hierros angesichts der Ankunft von mehr als 8.000 Menschen in den letzten fünf Wochen den sozialen Notstand zur Bewältigung der aktuellen Migrationskrise aus.

„Wir brauchen mehr Ressourcen“, sagte der Präsident des Inselrats, der Selbstverwaltungsbehörde der Kanareninsel, in einem Interview mit dem Sender. Die Insel hat insgesamt rund 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Zahl der Überfahrten nähert sich Höchstwerten

Die Zahl der versuchten Überfahrten nähere sich den Höchstwerten aus dem Jahr 2024, sagte Regionalpräsident Fernando Clavijo, der die Situation der Agentur zufolge als „absolut untragbar“ bezeichnete.

Die Atlantikroute von Westafrika zu den Kanarischen Inseln ist eine der tödlichsten der Welt. Jedes Jahr versuchen Tausende in überfüllten Booten spanisches Hoheitsgebiet zu erreichen. Die Zahl der Überfahrten steigt in den Herbstmonaten an, wenn die Bedingungen auf See ruhiger als sonst sind.

Source: ORF · ORF.at

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