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Mehr als 32 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 13-Jährigen in einem Reitstall im Bezirk Unterfranken in Bayern hat das Landgericht Würzburg den angeklagten Tatverdächtigen wegen Mordes verurteilt.

Der 49-Jährige erhielt allerdings eine Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten. Das Gericht sah als erwiesen an, dass der damals 17-Jährige die Schülerin Sabine tötete. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Erstes Urteil 2024

Der Angeklagte war bereits 2024 von einer anderen Kammer des Gerichts zu sechseinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, hatte aber erfolgreich Revision eingelegt. Daher musste der Fall erneut aufgerollt werden – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil der Mordverdächtige zur Tatzeit im Dezember 1993 erst 17 Jahre alt war. Verfahren gegen Jugendliche finden in Deutschland in der Regel hinter verschlossenen Türen statt.

Die Verteidigung hatte auf einen Freispruch plädiert, weil aus ihrer Sicht die Beteiligung ihres Mandanten an der Gewalttat nicht bewiesen werden konnte. Für Staatsanwaltschaft und Nebenklage war es Mord.

Leiche in Jauchengrube gefunden

Das Opfer wurde laut Anklage auf den Heuboden eines Stadels des Reitstalls in Karlstadt-Wiesenfeld (Landkreis Main-Spessart) gelockt. Die Schülerin starb am 15. Dezember 1993, nachdem sie gewürgt und sexuell missbraucht worden war. Ihr Körper wurde später in einer Jauchengrube zwei Tage nach der Tat gefunden. DNA-Sputen belasteten den Verurteilten.

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Source: ORF · ORF.at

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