Neue Extremszenarien

Istanbul droht ein noch stärkeres Erdbeben als bisher angenommen

Die Verwerfung südlich der Metropole ist offenbar ein Geflecht vieler Störungen. Reißen mehrere davon zugleich, wäre im schlimmsten Fall Magnitude 7,6 denkbar

IMAGO/Cemal Yurttas

Ein starkes Erdbeben würde für Istanbul mit seinen mehr als 15 Millionen Einwohnern verheerende Folgen haben.

Im Spätsommer 1509 bebte unter dem Marmarameer die Erde, und die junge Hauptstadt des Osmanischen Reichs geriet ins Wanken. Istanbul, ein gutes halbes Jahrhundert zuvor erobert und seither mit großem Aufwand ausgebaut, verlor auf langen Strecken ihre Stadtmauern. An der eben erst fertiggestellten Moschee Sultan Bayezids II. stürzten Kuppeln und ein Minarett ein, in der Fatih-Moschee bekamen die vier großen Pfeiler Risse. Der zeitgenössische Chronist Ruhi aus Edirne zählte 109 zerstörte Moscheen und 1070 eingestürzte Häuser. Wie viele Menschen ums Leben kamen, lässt sich nicht mehr feststellen, die Schätzungen reichen von 1000 bis 13.000.

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Source: Der Standard

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