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Nach AuszĂ€hlung aller Stimmen haben bei der Parlamentswahl in Israel sowohl die Regierungskoalition von Benjamin Netanjahu als auch das Oppositionslager von Gadi Eisenkot eine absolute Mehrheit verfehlt. Die bisherige Koalition aus rechten, rechtsextremen und religiösen Parteien kommt auf 53 Sitze im Parlament (2022: 64 Sitze), wie mehrere israelische Medien heute Abend nach Ende der AuszĂ€hlung meldeten â fĂŒr eine Mehrheit brĂ€uchte es 61 Mandate.
Die rechtskonservative Likud-Partei von MinisterprĂ€sident Netanjahu verliert demnach fĂŒnf Sitze, bleibt mit 27 Mandaten jedoch die stĂ€rkste Partei im Parlament. Als zweitstĂ€rkste Kraft geht den Angaben zufolge die von Eisenkot neu gegrĂŒndete Mitte-Partei Yashar mit 21 Sitzen aus der Wahl hervor. Das OppositionsbĂŒndnis vereint demnach insgesamt 48 Mandate auf sich. Das Ergebnis fĂŒhrt zu einem Patt im Parlament â und zu einer schwierigen Regierungsbildung.
Auf UnterstĂŒtzung arabischer Parteien angewiesen
Um eine Mehrheit von 61 Sitzen zu erreichen, wĂ€re Eisenkots Oppositionslager rechnerisch auf die UnterstĂŒtzung der vorwiegend arabischen Parteien angewiesen. Diese erzielten mit zusammen 19 Mandaten ein historisch gutes Ergebnis.
Einer Zusammenarbeit mit arabischen Vertretern stehen jedoch Vorbehalte innerhalb der Opposition entgegen. Eisenkot knĂŒpft eine Regierungsbildung an strikte Bedingungen. Mögliche Partner mĂŒssen demnach ein Bekenntnis zum jĂŒdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel unterzeichnen, eine allgemeine Dienstpflicht anerkennen sowie die islamistische Hamas als Terrororganisation einstufen.
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Source: ORF · ORF.at
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