Außenministerium
Die im Jänner 2025 in Niger entführte Österreicherin Eva Gretzmacher ist wieder frei. Das bestätigte das Außenministerium am Donnerstag. Gretzmacher sei von einem österreichischen Krisenteam in Empfang genommen worden, hieß es. Unter Berufung auf zwei anonyme offizielle Quellen meldete die Nachrichtenagentur Reuters Mittwochabend, Gretzmacher und eine Schweizerin seien in der ostlibyschen Stadt Bengasi eingetroffen.
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Die beiden seien nach mehreren Monaten Gefangenschaft befreit worden, hieß es in dem Bericht. Das bestätigte am Donnerstag das Außenministerium: „Wir alle sind sehr erleichtert, dass Eva Gretzmacher nach mehr als 21 Monaten wieder in Freiheit ist. Für sie und ihre Familie war diese Zeit eine unvorstellbare Belastung“, wurde Ministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) in der Aussendung zitiert.
„Heute ist ein besonderer Tag, der uns alle bewegt“, so Meinl-Reisinger weiter. Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher stehe an erster Stelle. Die Außenministerin dankte den internationalen Partnern, dem Sonderbeauftragten des Kanzlers, Botschafter Peter Launsky, und Beteiligten in Verteidigungs- und Außenministerium.
„Gemeinsame Anstrengungen haben sich ausgezahlt“
Die Befreiung sei ein langer, komplexer und hochsensibler diplomatischer Prozess gewesen, der nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte, teilte Meinl-Reisinger mit. „Diese gemeinsamen Anstrengungen haben sich ausgezahlt“, so die Außenministerin.
In Niger entführte Geiseln frei
Über ein Jahr nach ihrer Entführung in Niger sind eine Österreicherin und eine Schweizerin wieder frei. In einem Interview des libyschen TV-Senders al-Masar waren beide zu sehen, als sie sich für ihre Freilassung bedankten. Das Außenministerium bestätigte die Freilassung.
Der ostlibysche Sender al-Masar berichtete davor, dass die beiden „nach eineinhalb Jahren Gefangenschaft in Niger freigelassen worden und dank der Intervention des stellvertretenden Oberbefehlshabers Saddam Chalifa Haftar in Bengasi eingetroffen“ seien. Haftar habe sich auf Bitten der Familien für ihre Freilassung eingesetzt, teilte der Sender auf X weiter mit. In einem von al-Masar ausgestrahlten Video wirkten die beiden Frauen erschöpft. Unter einem Porträt von Haftar sitzend bedankten sie sich auf Französisch bei ihren Befreiern.
Entführung am 11. Jänner 2025
Die beiden Frauen hatten seit vielen Jahren in dem westafrikanischen Land gelebt und sich unter anderem in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert. Die Wienerin lebte vor ihrer Entführung seit fast drei Jahrzehnten in der Wüstenstadt Agadez am Rande der Sahara.
Bewaffnete Männer waren laut Augenzeugen am Abend des 11. Jänner 2025 in das Haus der damals 73-jährigen Gretzmacher in Agadez eingedrungen. Sie verfrachteten die Frau in einen Geländewagen. Lokale Medien berichteten, dass es sich bei den Kidnappern um Kriminelle handelte, die die Österreicherin an eine terroristische Gruppe weitergereicht hätten.
Es könnte sich um einen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Sahelzone oder eine Gruppe mit Verbindung zum IS gehandelt haben. Über die Umstände in Geiselhaft ist wenig bekannt.
Source: ORF · ORF.at
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