Online seit heute, 11.02 Uhr
Im Zentrum des informellen Treffens der EU-Handelsministerinnen und -minister heute in Dublin stehen die aktuellen Herausforderungen für die EU-Handelspolitik und das Schmieden neuer Allianzen und Handelsabkommen.
„Die Handelsbeziehungen haben sich verändert, und darauf müssen wir reagieren“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Das bedeute für ihn, „neue Handelspartner in dieser Welt zu identifizieren, vor allem Kanada“. Man könne nicht weiter zusehen, „wie die USA zunehmend protektionistisch auftreten, wie China massiv eigene Industrien übersubventioniert“, so Hattmannsdorfer vor dem Treffen gegenüber den Medien.
Alle Freihandelsabkommen „überarbeiten“
Er plädiert dafür, den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) weiterzuentwickeln: „Es gibt keinen Grund, dass der EWR an der Kontinentalgrenze Europas endet.“ Er fordert weiters, alle bestehenden Freihandelsabkommen zu überarbeiten, mit Zusatzkapiteln für kritische Rohstoffe, Energiediversifizierung der Energielieferverträge, aber auch Kooperationen im Bereich Schlüsseltechnologien.
Treffen mit kanadischen Amtskollegen
Hattmannsdorfer hatte am Vorabend seinen kanadischen Amtskollegen Maninder Sidhu in Dublin getroffen. Er hat dabei laut Aussendung für eine engere Rohstoffpartnerschaft zwischen der EU und Kanada geworben. Kanada verfügt demnach über Vorkommen von 22 der 34 Rohstoffe, die von der EU als kritisch eingestuft werden.
Source: ORF · ORF.at
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