Online seit heute, 15.09 Uhr

Der von der Basisgewerkschaft USB ausgerufene Generalstreik gegen die Rechtsregierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat heute in Italien zu Demonstrationen und Protestaktionen in mehr als 50 Städten geführt.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften wurden in Mestre und Vicenza nach ersten Angaben zehn Polizisten und drei Demonstranten verletzt. Eine Person wurde von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen.

In Turin kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Veranstaltenden sprachen von 50.000 Teilnehmenden. Vor dem Rathaus kippten diese zwei Behälter mit Mist aus. In Rom zogen Tausende Menschen mit Traktoren durch die Straßen.

Sie protestierten gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Aufrüstungspolitik. In Mailand blockierten nach Angaben der Veranstalter mehr als 30.000 Demonstrierende die östliche Stadtumfahrung.

Präventionsmaßnahmen der Polizei

In Padua brannte ein Bild von Bildungsminister Giuseppe Valditara. In Neapel verbrannten Demonstrierende ein Transparent mit Abbildungen Melonis und der Hochschulministerin Anna Maria Bernini.

Das Innenministerium ergriff Maßnahmen, um gewaltbereite Personen zu isolieren und Ausschreitungen wie bei den Krawallen der vergangenen Wochen in Mailand und Rom zu verhindern.

Die Gewerkschaft wendet sich gegen die von der Regierung rund um die veränderte Sicherheitslage in Europa vorangetriebene „Kriegswirtschaft“ und fordert höhere Löhne, Maßnahmen gegen die steigenden Preise sowie mehr Investitionen in öffentliche Dienstleistungen.

Zudem kritisiert sie das Vorgehen gegen junge Menschen und Beschäftigte, die für ihre Rechte demonstrieren. Der Streik soll verschiedene Bereiche erfassen, darunter das Gesundheitswesen, Schulen und Häfen. Auch weitere Gewerkschaftsverbände haben Arbeitsniederlegungen angekündigt.

Source: ORF · ORF.at

At a glance

Topic
World
Country
🇦🇹 AT
Publisher language
DE
Added to Allnira