Premierenbericht
"freudloos": Aida Loos mit satirischer Therapiestunde im Volkstheater
Vom Feiern im Wiener U4-Club bis hinüber ins ferne Teheran: Mit ihrem neuen Programm findet Aida Loos Freudvolles und "Freudlooses" in unerwarteten Momenten
Bei der Premiere am 24. Oktober sorgte Aida Loos mit „freudloos“ im ausverkauften Wiener Volkstheater für Begeisterung.
Ein lilafarbener Samtsessel dominiert die Bühne des Wiener Volkstheaters. Im Scheinwerferlicht nimmt Kabarettistin Aida Loos auf ihm Platz, gehüllt in einen eleganten Hosenanzug. Als selbsternannte Urenkelin Sigmund Freuds widmet sie sich mit selbstbewusster Miene den freudvollen und "freudloosen" Seiten des Alltags. Damit lehnt die Kabarettistin ihr neues gesellschaftskritisches Programm an ihre gleichnamigen und im Kurier erscheinenden Kolumnen an. Seit heuer im Mai begibt sie sich allwöchentlich auf die Suche nach dem Ernst des Lebens. Im psychoanalytischen Stil ihres berühmten Ur-Ahns zerlegt sie allerlei gesellschaftliche Missstände mühelos bis ins kleinste Detail und philosophiert darüber, warum die Freude am Leben eher in einer langen Dusche und nicht etwa in einem wohligen Schaumbad zu finden ist.
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Source: Der Standard
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