Online seit heute, 13.33 Uhr

Seit 1. Oktober können Unternehmen Rechnungen verstärkt in digitaler Form anbieten. Dazu hat das Finanzministerium heute eine Infokampagne gestartet. Der digitale Beleg soll die Unternehmen entlasten. Zudem sei es auch wichtig, die Belege einzufordern, weil damit die öffentlichen Leistungen finanziert werden, sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ).

Egal ob digital oder analog, der Beleg bleibe zentral, so Marterbauer bei der Pressekonferenz zur Infokampagne. Der Beleg bedeute, dass die entsprechende Mehrwertsteuer der Kundinnen und Kunden auch dort ankomme, wo sie hingehöre – bei der Finanzierung der öffentlichen Leistungen.

Übermittlung per Mail, App, Download oder QR-Code

Der elektronische Beleg kann per E-Mail, App, Download oder QR-Code übermittelt werden. Es ist erlaubt, den Beleg auf einem Gerät anzuzeigen und zur Verfügung zu stellen. Neu an der Regelung seit Anfang Oktober sei, dass man sich nicht mehr registrieren müsse, sagte die ÖVP-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.

Man müsse seine persönlichen Daten nicht hergeben. Sie verwies neben den Vorteilen für die Unternehmen auch auf den Umweltschutz. „Es gibt hier auch Schätzungen, dass jeden Tag 1.500 Kilometer an Papierbelegen in Österreich gedruckt werden.“ Es bedeute daher in Zukunft weniger Papierverbrauch, ein Ende der Zettelwirtschaft.

Auch wichtiges Werkzeug für Betrugsbekämpfung

Die Registrierkasse sei einer der großen Fortschritte in der Betrugsbekämpfung gewesen, so Marterbauer. Mit dem digitalen Beleg setze man einen weiteren Schritt. Die Belegerteilungspflicht bleibe. Der Finanzminister richtete einen Appell an die Kundinnen und Kunden, im eigenen Interesse die Belege mitzunehmen. Die Kampagne soll laut Aussendung des Ministeriums in einer ersten Welle rund ein Monat lang laufen. Die Kosten sollen insgesamt bei 290.000 Euro liegen.

Source: ORF · ORF.at

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