Vedran Džihić
Euphorie, aber schwieriger Umbau: Vučić ist weg, seine Kader bleiben noch
Die Studierendenbewegung muss rasch die Gefolgsleute des autoritären Regimes in Serbien loswerden, um das Land neu aufzustellen. Und sie muss eigene Positionen klären – nicht zuletzt zu Russland und der EU
So ausgelassen die Stimmung bei vielen nach dem Wahlsieg war, wie geht es jetzt in Serbien weiter?
Vierzehn Jahre lang regierte Aleksandar Vučić mit seiner Serbischen Fortschrittspartei Serbien eisern und von Jahr zu Jahr zunehmend autoritär. Vučić selbst muss wohl zwischendurch überzeugt gewesen sein, dass er ewig herrschen und sich in zukünftigen Geschichtsbüchern Serbiens als einer der größten Serben aller Zeiten wiederfinden würde. Der Glaube an die eigene Unsterblichkeit, zumindest die politische, gepaart mit Allmachtsfantasien – mit diesen Eigenschaften reihte er sich unter Politiker vom Schlag eines Wladimir Putin, Donald Trump oder Xi Jinping ein.
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Source: Der Standard
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