Online seit heute, 12.09 Uhr
Die Europäische Kommission ermittelt gegen das Reiseportal Booking.com wegen möglicher Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften. Das Unternehmen steht unter anderem im Verdacht, nicht genug gegen Betrüger auf der Plattform getan zu haben, wie aus einer Mitteilung der Brüsseler Behörde heute hervorgeht.
Dabei geht es etwa um gefälschte Unterkunftsangebote, Identitätsbetrug und andere Maschen zum Nachteil von Verbrauchern. Konkret will die EU-Kommission prüfen, ob sich das Onlineportal mit niederländischem Firmensitz ausreichend bemüht, diese regelwidrigen Angebote zu entfernen.
Zahl der Betrugsversuche um 500 Prozent gestiegen
Die Ermittlungen kommen zu einer Zeit, in der Verbraucherschützer vor einer wachsenden Zahl von Onlinebetrugsfällen warnen. Booking.com selbst berichte von einem Anstieg der Betrugsfälle auf seiner Plattform um 500 Prozent weltweit, hieß es von Kommissionsbeamten.
Im ersten Halbjahr 2026 seien 1.072 Betrugsmeldungen eingegangen, die zu einem Schaden in Höhe von 82.000 Euro führten. Das entspreche einer Verzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr, so die EU-Kommission.
Im Fokus der Ermittlungen stehen auch Phishing-Versuche auf der Buchungsplattform. Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyberkriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter und Bankinformationen zu gelangen.
Source: ORF · ORF.at
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