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El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat in den vergangenen Tagen rund 2.000 Soldaten nach Haiti geschickt, um dort vier mutmaßlich entführte salvadorianische Armeeangehörige zu retten. Wie das salvadorianische Außenministerium heute mitteilte, handelt es sich um einen „großangelegten Einsatz“, der international unterstützt werde.

Gesucht werden demnach vier Luftwaffentechniker, die der internationalen Sicherheitsmission Gang Suppression Force (GSF) angehören. Die Truppe soll in Haiti die weit verbreitete Bandenkriminalität bekämpfen.

Wie GSF am Sonntag auf X mitteilte, werden die salvadorianischen Armeeangehörigen seit einem Mitte Oktober stattgefundenem Angriff auf die Mission in Croix-des-Bouquets vermisst. Eine Hilfsorganisation habe der GSF Leichen übergeben. Ob es sich dabei um die Vermissten handle, könne nicht bestätigt werden.

2.300 Tote in fünf Monaten

Der internationalen Truppe gehören derzeit rund 2.000 Einsatzkräfte aus sechs Staaten an. Bukele sicherte in einem Gespräch mit Haitis Premierminister Alix Didier Fils-Aime dem karibischen Krisenstaat weitere Unterstützung im Kampf gegen Kriminalität zu, wie El Salvadors Außenministerium mitteilte.

Seit der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse im Juli 2021 hat Haiti kein Staatsoberhaupt mehr. Die schon zuvor prekäre Sicherheitslage ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Gewalttätige Banden kontrollieren mehr als 80 Prozent der Hauptstadt Port-au-Prince. Laut Daten der Vereinten Nationen wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres rund 2.300 Menschen in Haiti von bewaffneten Banden getötet.

Source: ORF · ORF.at

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