MICHAEL MÖSENEDER

Ein Promi-Malus für Herrn Gunkl

Von "Kuscheljustiz" kann im Kindesmissbrauchsverfahren gegen den Kabarettisten wahrlich keine Rede sein. Welches Zeichen wollte das Gericht mit einer unbedingten Haft setzen?

APA/HANS KLAUS TECHT

Stoisch verfolgte Günther Paal seine Verurteilug zu drei Jahren unbedingter Haft wegen Kindesmissbrauchs sowie Besitz und Weitergabe von bildlichem Missbrauchsmaterial.

Emotionen sind völlig menschlich und völlig verständlich, gerade, wenn es um Sexualdelikte gegen kleine Kinder geht. Gleichzeitig sind sie nicht immer die besten Ratgeber, wenn es gilt, kluge Entscheidungen zu treffen. Dass der Schlaf der Vernunft Ungeheuer gebiert, wusste schon ein spanischer Maler. Im Kindesmissbrauchsprozess gegen Günther Paal alias "Gunkl" führte das zu drakonische Strafforderungen, Wünschen nach unmenschlicher Bestrafung, seiner Diffamierung als "Monster" und Ähnlichem.

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Source: Der Standard

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