Rainer Bauböck, Olga Kosanović, Gerd Valchars
Die Vier-Fünftel-Demokratie: Warum wir ein Geburtslandprinzip für die Staatsbürgerschaft brauchen
Immer mehr Menschen in Österreich dürfen nicht wählen. Das ist schlecht für den Zusammenhalt wie auch demokratiepolitisch gefährlich. Die Regierung sollte ihr Zaudern überwinden
In Österreich ist es schwer, die Staatsbürgerschaft zu bekommen. Oft viel zu schwer. Das könnte man leicht ändern.
Am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, werden wir wieder an die Errungenschaften der Zweiten Republik erinnert: Demokratie, Rechtsstaat, freie Medien und eine lebendige Zivilgesellschaft. Während die Sorge wächst, ob all das nach den nächsten Nationalratswahlen gefährdet sein wird, bleibt meist unbeachtet, wer an dieser Entscheidung überhaupt nicht beteiligt sein wird. Ein Fünftel der Bevölkerung hat kein Wahlrecht, weil es keinen österreichischen Pass besitzt und weil dieser viel schwerer zu bekommen ist als in anderen europäischen Staaten. In Wien betrifft dies mittlerweile über ein Drittel der Menschen.
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Source: Der Standard
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