Reinhard Heinisch
Die USA leiden an einem strukturellen Demokratiedefizit, das seinesgleichen sucht
Niemand sollte die Midterms vorschnell als Beleg für die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit der amerikanischen Demokratie verstehen. Es bestehen zahlreiche institutionelle Schwachstellen fort, die politische Einflussnahme und Manipulation begünstigen
Das Wahlsystem in den USA wäre dringend reformbedürftig. Hier liegt einiges im Argen.
In der Nachbetrachtung dieser Wahl setzen sich zunehmend zwei Erzählungen fest – und beiden sollte man mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Die Erste lautet, dass erst die hohen Preise an der Zapfsäule und im Supermarkt die Amerikanerinnen und Amerikaner an die Urnen getrieben hätten, um mit Präsident Donald Trump abzurechnen. Die Zweite besagt, die Wahl sei ein weiterer beeindruckender Triumph der amerikanischen Demokratie gewesen, der alle Warnungen und düsteren Prognosen eindrucksvoll widerlegt habe.
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Source: Der Standard
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