Untote Blutsauger

Der erste "Vampirjäger": Van Swieten und der Kampf gegen den Aberglauben

Nach einer Reihe ungeklärter Todesfälle brach im Habsburgerreich eine Vampir-Hysterie aus. Maria Theresias Leibarzt wollte den Wahn beenden – und wurde selbst Teil der Vampirgeschichte

IMAGO/World History Archive

Der Vampir als Gestalt des Grauens eroberte hier eindrucksvoll die Kinoleinwände: "Nosferatu", Friedrich Wilhelm Murnaus expressionistisches Horror-Meisterwerk aus dem Jahr 1922 ist eine Adaption von Bram Stokers "Dracula", der sich wiederum von der Arbeit Gerhard van Swietens inspirieren ließ.

Im Jahr 1725 machte ein Mann namens Peter Plogojowitz als Vampir von sich reden – lange bevor Graf Dracula das Fürchten lehrte. Er gilt als der erste offiziell von den Habsburgern dokumentierte Vampir und war in seinem irdischen Leben Bauer in der serbischen Ortschaft Kisiljevo. Nach seinem Tod ging die Kunde um, er sei wiederauferstanden. Innerhalb von acht Tagen verzeichnete das Dorf neun ungeklärte Todesfälle, denen kurze unbekannte Krankheiten vorangegangen waren. Und es häuften sich Berichte, dass die Verstorbenen kurz vor ihrem Tod von Plogojowitz des Nachts heimgesucht worden waren.

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Source: Der Standard

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