Online seit heute, 14.10 Uhr

Daten von 41.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten des US-Heimatschutzministeriums sind gestern an die Öffentlichkeit gedrungen.

Der von der Aktivistengruppe Distributed Denial of Secrets (DDoS) veröffentlichte Datensatz gebe genaue Einblicke in die Organisation der Behörde, so der britische „Guardian“. Neben persönlichen Daten seien auch Informationen zu Überwachungsprogrammen und Undercover-Einsätzen enthalten.

Grenzschutz und Einwanderungsbehörde betroffen

Der Großteil der Agentinnen und Agenten in dem Datenleak arbeitet für die Grenzschutzeinheit Customs and Border Protection (CBP), 6.000 Datensätze beziehen sich auf Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE. Enthalten sind Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Angestellten, aber etwa auch, welchen Aufträgen die Personen zugeteilt wurden.

„Dieser Datensatz ist mit Blick auf seine Größe und seine Wirkung enorm“, erklärte eine Aktivistin von DDoS, die sich Maia Arson Crimew nannte. Er ermögliche einen „beispiellosen Einblick“ in die Zuständigkeiten und die Aufgabenverteilung im Ministerium.

Ministerium versucht Identitäten geheim zu halten

Die Veröffentlichung kommt zu einer Zeit, in der das Heimatschutzministerium selbst versucht, Kritikerinnen und Kritiker in sozialen Netzwerken ausfindig zu machen sowie Daten zu Demonstrierenden und Journalisten zu beschaffen. Gleichzeitig sei die Behörde bemüht, die Identitäten ihrer Angestellten möglichst geheim zu halten, so der „Guardian“ weiter.

Sowohl die „Washington Post“ als auch NBC News konnten nach eigenen Angaben Teile der Daten verifizieren. Das DHS beschäftigt nach eigener Darstellung 260.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von dem Leak wäre also fast ein Sechstel der Belegschaft betroffen.

Source: ORF · ORF.at

At a glance

Topic
World
Country
🇦🇹 AT
Publisher language
DE
Added to Allnira