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Die rechte Partei des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flavio Bolsonaro hat den Wahlsieg des linken Amtsinhabers Luiz Inacio Lula da Silva gestern Abend (Ortszeit) anerkannt, aber eine Klärung offener Fragen zum Wahlprozess gefordert.

Der ursprünglichen Forderung Bolsonaros, die Wahl zu annullieren, schloss sich dessen Liberale Partei (PL) nicht an. Bolsonaro änderte dann gestern seine Strategie: Er will nicht mehr das Wahlergebnis, sondern die Wahlkampfführung prüfen lassen.

Bolsonaro ändert Strategie

„Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentenwahl an, sind jedoch der Ansicht, dass die aufgeworfenen Fragen angemessen geklärt werden müssen“, hieß es in einer Erklärung des PL-Chefs Valdemar Costa Neto. Lula hatte kurz vor der Wahl veranlasst, die Auszahlung von Sozialleistungen vorzuziehen. Die PL sah das als Verstoß gegen eine faire Wahl.

Bolsonaro kündigte nun an, beim Wahlgericht zu beantragen, dass Lula und dessen Vizepräsident Geraldo Alckmin wegen angeblichen Missbrauchs wirtschaftlicher Mittel im Wahlkampf nicht für eine weitere Amtszeit vereidigt werden dürfen. Zuvor hatte er erklär, er wolle die Wahl annullieren lassen.

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Source: ORF · ORF.at

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