Hitlers „Teehaus“ ausgebrannt
Die Ermittlungsbehörden in Bayern gehen davon aus, den mutmaßlichen Verursacher des Großbrandes auf dem Obersalzberg gefasst zu haben. Es gebe deutliche Hinweise, dass ein nach dem Ausbruch des Feuers gefasster Motorradfahrer den Brand gelegt habe, berichteten deutsche Medien am Samstag. Der Hof wurde von den Nationalsozialisten erbaut und war auch als „Teehaus“ und „Adlerhorst“ bekannt.
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Am Nachmittag wollen die Behörden in Berchtesgaden bei einer Pressekonferenz nähere Einzelheiten bekanntgeben. Unter anderem wird auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dort erwartet. Die Löscharbeiten hielten unterdessen weiter an, berichtete salzburg.ORF.at.
Nach Angaben der Polizei löste ein Rauchmelder des Kehlsteinhauses am Freitagabend gegen 21.50 Uhr Brandalarm aus. Die alarmierten Feuerwehren sahen bei der Anfahrt hoch aufschlagende Flammen, an Ort und Stelle wurde dann „der Vollbrand des Gebäudes feststellt“.
Schwierige Löscharbeiten
Die Anfahrt zum in 1.834 Meter Höhe befindlichen Brandort sowie die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, wie Polizeisprecherin Lisa Maier sagte. „Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein“, sagte sie.
Die Einsatzkräfte fanden niemanden in dem Gebäude vor, es gab keine Verletzten. Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehren waren im Einsatz, um den Großbrand in dem denkmalgeschützten Gebäude unter Kontrolle zu bringen.
Diente als Repräsentationsbau
Das 1937/38 erbaute Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden war Teil des „Führersperrgebietes Obersalzberg“ und sollte Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude dienen. Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden schreibt auf seiner Seite über das Haus: „Erbaut 1937/38, sollte in der NS-Zeit das damals sogenannte Teehaus als politischer Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit dienen. Tatsächlich blieb die Bedeutung des Kehlsteinhauses gering.“ Hitler habe dort Diplomaten oder andere ausländische Gäste empfangen. „Viel häufiger nutzte es die am Obersalzberg versammelte NS-Entourage zur Erholung und für private Feiern.“
Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude unbeschadet. Seit 1952 wird es als Gaststätte genutzt, eine Ausstellung erinnert an die Geschichte des Hauses.
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Source: ORF · ORF.at
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