Online seit heute, 12.07 Uhr
Die US-Bildagentur Getty Images – eine der weltweit größten Bildagenturen – hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen will so seine Schulden abbauen und sich bis Jahresende von der New Yorker Börse zurückziehen. Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens weitergehen. Das Insolvenzverfahren sei heute bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware eingeleitet worden, teilte Getty Images mit.
Das Verfahren ist Teil eines bereits Mitte Oktober vereinbarten Sanierungsplans mit den wichtigsten Gläubigern. Laut den Angaben wollen die Eigentümerfamilie Getty und die Investmentgesellschaft Koch Equity Development (KED) bis zu 533 Millionen Dollar (rund 480 Mio. Euro) frisches Kapital einschießen.
Gläubiger haben zudem zugestimmt, auf Schulden von 270 Mio. Dollar zu verzichten. Auch die Zinslast soll sinken, und Rückzahlungen sollen aufgeschoben werden. Die Sanierung soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Danach werden die Familie Getty und KED das Unternehmen vollständig besitzen.
Fusion mit Shutterstock geplatzt
Hinter der Bildagentur steht die amerikanische Milliardärsfamilie Getty, deren Vermögen auf das Ölgeschäft zurückgeht. Mark Getty, ein Enkel des einstigen Ölmagnaten Jean Paul Getty, hatte die Bildagentur 1995 mitgegründet und ist bis heute Verwaltungsratspräsident.
Getty Images steckt seit Längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Die Sanierung folgt auf das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock. Getty hatte das Vorhaben im Juni wegen Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörden aufgegeben.
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Source: ORF · ORF.at
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